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Geschichte

 

Im heutigen Gemeindekreis von Jalón hat man prähistorische Reste in der Höhle Cova de les Maravelle, in der Cova del Mansano und im Turó de la Mica gefundne. Darüberhinaus sind Überreste römischer Siedlungen im gebiert von Les Comes und in Passules entdeckt worden. Die Cova de les Maravelles hat eine Palette von Kulturresten aufzuweisen, die vom Neolitikum bis zum Mittelalter reichen; es handelt sich hier in der Tat um eine der bedeutendsten archäologischen Funstätten inder gesamten Marina Alta.

Fünfhundert Jahre lang stand das Land unter arabischer Herrschaft. Die Araber erbauten zwei Burgen, eine ind der Solana (die Aixa), und eine andere in der Bernie; beide Festungen dienten dazu, das Tal und die zahlreichen umliegenden Siedungen zu beherrschen. Weiterhin hinterliessen sie den typischen Hausstil, für den Jalon heute noch berühmt ist: Häuser aus Stein und alten Ziegeln mit grossen Holztüren sowie weiss getünchten Mauern. Die arabische Kultur bestimmte das Leben bis zu ihrer endgültigen Verdrängung im Jahre 1609, wonach in wirtschaftlicher Hinsicht der Handel und Anbau mit Rosinen in den Vordergrund trat.

Mit der Vertreibung der arabischen Besetzer 1609 verlor die Region einen Großteil seiner Bevölerung, und wurde daraufhin durch Bauern auch Mallorca neu besiedelt. Diese gründetetn die Dörfer des Tals im 18. und 19. Jhd. und brachten sie zu ungeheurer Blüte, vor allem durch den Anbau der schon erwähnten Rosinentrauben. In der 2. Hälfte des 19. Jhds. erfuhr die Gegend dann aufgrund eines unerwarteten Bevölkerungszuwachses eine grosse Auswanderungswelle nach Algerien und Argentinien.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg im 19.Jahrhundert trat die Gräfin Almodovar Jalon verschiedene Rechte ab, die es dem Dorf ermöglichten, öffentliche Gebäude wie eine Schule und eine Kirche zu errichten. Kurz darauf wurden auch die feudalenLandnutzungsprivilegien abgeschaftt, so dass die Landarbeiter endlich in den vollen Besitz, der von ihnen bestellten Felder gelangten.

1978 wurde Dank der gemeinsamen Bemühungen der Bewohner Jalons die Kapelle des Heiligen Domingo de Guzman restauriert.

 

Historische Persönlichkeiten in Verbindung mit Jalon

Joanot Martorell  
Der valenzianischer Edelmann, 1414 geboren, der von seinem Vater die Ländereien von Jalon erbte, ist der Verfasser des Ritterromans "Tirant lo Blanc", eines der Hauptstücke der katalonischen Literatur, das zu seiner Zeit weit verbreitet war und von dem Dichter Miguel de Cervantes als "das beste Buch der Welt" und "ein Schatz der Zufriedenheit und eine Mine des Zeitvertreibs" bezeichnet wurde. In Jalon gibt es auch eine nach diesem Dichter benannte Allee.  

Ausias March 
Der 1397 in Gandía geborene Ausias March  wird als der beste valenzianische Dichter aller Zeiten angesehen. Er heiratete die Schwester von Joanot Martorell und erhielt als Mitgift einige Ländereien im Vall de Pop, das zu jener Zeit immer noch von Arabern bewohnt wurde.  

Prinzessin Berenguela, Herrin von Xaló  
Von 1268 bis 1272, ihrem Todesjahr, herrschte sie über das Dorf  Jalon. Man sagt, dass König Jaime I der Prinzessin diese Ländereien vermachte, um ihr seine Liebe zu beweisen. 

En Bernat de Sarriá  
Am 14. April 1300 kaufte En Bernat de Sarria von König Jaime II das Gebiet von Jalon. Zu seiner Zeit war er eine überaus einflussreiche Persönlichkeit und hatte sogar gute Beziehungen zur Monarchie.